Spitzen-Duell: TopHat vs. Easton

Wer hat am Ende die Nase vorn beim Duell zweier Pfeilspitzen…?

Die Kandidaten sind:
Easton Carbon One Break-Off 90/100/110 und TopHat Protector BR 0.5 Giglio 90/100/110

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Easton Carbon One (oben) – TopHat Protector BR 0.5 Giglio (unten)

Beide wurden mittels Bohning Ferr-L-Tite Heißkleber mit den vollen 110 gr. Gewicht in Easton Carbon One 660 Schäfte mit asymmetrischen Beiter Insert-Nocks und Gas Pro 1.75″ Soft Plus Olympic Vanes eingeklebt.

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Optisch sind die wohlgeformten Giglio-Spitzen von Tophat natürlich ein Gedicht neben den vergleichsweise „langweiligen“ Easton-Pfeilspitzen.

Im Gegensatz zu den meisten anderen Pfeilspitzen schließt bei der TopHat Protector Serie der Schaft nicht bündig mit der Spitze ab, sondern die vordersten 1,5 mm des Schaftes werden von der Pfeilspitze umschlossen. Dies soll v.a. im 3D-Bereich den Schaft schützen und ein Aufspleißen bei Fehlschüssen mit hartem Einschlag verhindern.
Gerade dieses Feature bereitete mit jedoch Probleme:
Schon im Auslieferungszustand war bei zwei von zwölf Pfeilspitzen der äußere Rand der den Schaft umschließen sollte so eingedellt, dass sich der Schaft nicht einführen ließ. Erst nach vorsichtigem nach außen Biegen mit einem kleinen Schraubendreher klappte es schließlich doch noch.

20160628_Pfeilspitzen_001-2Schießt man bei böigem Seitenwind knapp an der 90 m Scheibe vorbei und der Pfeil landet auf einem Stein wenige Meter weiter, dann sieht das wie auf dem Foto links recht traurig bzw. verbogen aus. 😦

Im Gegensatz zur TopHat-Spitze fühlt sich die von Easton geradezu stumpf an, was im alltäglichen Gebrauch jedoch eher ein Vorteil ist. Mit den TopHats muss man schon sehr vorsichtig sein, um nichts zu zerkratzen und auf den Fuss sollte man sie auch nicht versehentlich fallen lassen.

Die stumpfere Spitze von Easton scheint auch nicht so weit in die Zielscheibe einzudringen und lässt sich daher meiner Meinung nach deutlich leichter ziehen.

Hält man Pfeile mit den Spitzen beider Hersteller nebeneinander, so fällt auf, dass die Pfeilspitzen von TopHat etwas länger sind bzw. vorne weiter aus dem Schaft herausragen. Dadurch verlagert sich auch der Schwerpunkt spürbar nach vorne zur Pfeilspitze hin.
Sollen die Pfeile im Wechsel geschossen werden, ist man daher gezwungen, bei den TopHat-Pfeilspitzen den Pfeilschaft etwas zu kürzen, wenn man die gleiche Klickereinstellung beibehalten möchte.

Offenbar beeinflussen obige Unterscheide auch das Flugverhalten: Im Ergebnis konnte ich bei den Easton Pfeilspitzen das Visier bei 70 m um ca. 2 mm nach oben verschieben, da die Treffer regelmäßig deutlich höher auf der Zielscheibe lagen als bei den Pendants von TopHat.

Fazit:

Auch zu Beginn vergleichsweise gering wirkende konstruktive Unterschiede können zu großen Unterschieden im Handling führen.

Die Schutzfunktion der TopHats für den Schaft spielt auf dem Schießplatz im Gegensatz zu 3D praktisch keine Rolle. Ist der den Schaft umgebende Rand der Spitze auch nur leicht eingedellt, lassen sich die Spitzen nicht ohne weiteres verarbeiten.

Ich bevorzuge letztlich die Pfeilspitzen von Easton, da sie vor allem aus Stramitscheiben wesentlich leichter zu ziehen sind. Auch sind sie nicht so extrem spitz, was das Handling deutlich angenehmer macht und sie fliegen etwas weiter.
Erfreulich: Preislich liegen sie meist unter den Pfeilspitzen von TopHat.

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