Fingerschlinge

Anders als von den meisten Neulingen erwartet, hält man den Bogen beim Abschuss nicht mit der Bogenhand fest (wir reden hier vom olympischen Recurve wohlgemerkt) .

Um zu verhindern, dass der Bogen nach dem Lösen der Sehne nach vorne zu Boden fällt, braucht man daher eine Fingerschlinge passend zur eigenen Hand.

Diese besteht in der Regel aus einem weichen Kunststoffband, seltener aus Leder. Über diesen Ring sind zwei Gummihülsen gezogen, so dass sich in etwa die Form einer langgezogenen Acht ergibt.

Vor Aufnahme des Bogens schiebt man den Zeige- oder Mittelfinger der Bogenhand durch eines der Enden und fixiert die Schlinge indem man sie mit der Gummihülse um den Finger festzieht. Dann nimmt man den Bogen in die Hand und schiebt das andere Ende der Schlinge über den Daumen der Bogenhand und zieht auch diese zu. Nun kann der Bogen beim Abschuss nicht mehr aus der Hand fallen und die Finger der Bogenhand sind alle entspannt, was zu gleichmäßigen Schießergebnissen führt.

Statt eine Bogenschlinge zu kaufen, kann man auch einen zusammengeknoteten Schnürsenkel o.ä. in der richtigen Länge verwenden. Die Technik wie man diesen um die Finger legt, damit der Bogen sicher gehalten wird ließ allerdings schon so manchen verzweifeln. Mir ist es schlichtweg zu umständlich, aber das ist Geschmackssache.

Manche Schützen bevorzugen auch eine Bogenschlinge ums Handgelenk. Diese wird zumeist am Bogen befestigt und verbleibt dort. Auch diese hält den Bogen sicher nach dem Abschuss, da die Schlinge nicht übers Handgelenk rutschen kann.

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